Die melanopische EDI (englisch melanopic equivalent daylight illuminance, in DIN-Normen MEDI) gibt in Lux an, wie stark Licht den Lichtsensor Melanopsin in Ihrem Auge anspricht, umgerechnet auf genormtes Tageslicht. Für uns Mitochondriaks ist sie die Zahl, mit der sich das Licht für den Tag-Nacht-Rhythmus messen lässt: viel davon am Tag, fast nichts am Abend.
Ein weißer Smartphone-Bildschirm auf voller Helligkeit schickt aus 15 cm Abstand 64 lx melanopische EDI ins Auge, obwohl ein Luxmeter dort nur 73 lx anzeigt. [Quelle] Ein internationaler Expertenkonsens empfiehlt für die drei Stunden vor dem Schlafen höchstens 10 lx. [Quelle]
Licht ist für den Körper zuerst Information, dann Helligkeit. Jaroslav Lachký, Gründer von Mitochondriak®: „Das Auge ist kein Messgerät aus dem Baumarkt. Es ist lebendes Gewebe, das aus dieser Information ein elektrisches Signal macht.“ Die melanopische EDI fasst dieses Signal in eine Zahl und ist unser Kompass für Abend und Innenraum; das Nahinfrarot der Sonne, das bis zu Ihren Mitochondrien vordringt, zählt sie nicht.
- Die Formel: melanopische EDI (lx) = Lux am Auge × melanopischer DER; Tageslicht hat den DER 1. [Quelle]
- Ein anderer Gipfel: Melanopsin spricht am Auge am stärksten bei 490 nm an [Quelle], das Sehen bei 555 nm. [Quelle]
- Gleiche Lux, andere Wirkung: 300 lx weißes Licht ergeben je nach Lampe 169 bis 359 lx. [Quelle]
- Die Richtwerte: mindestens 250 lx am Tag, höchstens 10 lx am Abend, höchstens 1 lx in der Nacht. [Quelle]
- Rotes Licht: Schmalbandiges Rot um 630 nm liefert pro 100 lx nur etwa 0,2 lx (eigene Berechnung). [Quelle]
- Nur die Netzhaut: Die Norm erfasst 380 bis 780 nm; das Nahinfrarot der Sonne zählt nicht. [Quelle]
Was ist die melanopische EDI genau?
Die melanopische EDI ist die Beleuchtungsstärke am Auge, gewichtet nach der Empfindlichkeit von Melanopsin: 100 lx melanopische EDI wirken auf Melanopsin wie 100 lx Normtageslicht D65. [Quelle] 2014 schlug eine Gruppe um Robert Lucas (University of Manchester) vor, Licht nach allen Photorezeptoren zu messen, die seine nicht-visuellen Wirkungen vermitteln. [Quelle] Seit 2018 legt die Norm CIE S 026 dafür fünf α-opische Größen fest, für die drei Zapfentypen, die Stäbchen und Melanopsin, gültig von 380 bis 780 nm. [Quelle]
In Deutschland heißt die Größe MEDI, melanopisch äquivalente Tageslicht-Beleuchtungsstärke; das Wirkungsspektrum der DIN 5031-100 (Ausgabe 2025-09) stimmt mit dem der CIE überein. [Quelle]
Warum sagt die Luxzahl so wenig über Ihre innere Uhr?
Weil Lux das Licht nach dem Sehen bewertet, Melanopsin aber auf andere Farben am stärksten anspricht: Zwei gleich helle Lampen können Ihre innere Uhr völlig verschieden stark erreichen. Das Sehen ist bei 555 nm am empfindlichsten. [Quelle] Das Pigment Melanopsin hat sein Maximum um 480 nm; weil Linse und Augenmedien einen Teil des kurzwelligen Lichts schlucken, liegt der Gipfel der melanopischen Kurve am Auge bei 490 nm. [Quelle]
Im Expertenkonsens von 2022 liefern vier weiße Lichtquellen je 300 lx und erreichen 169 bis 359 lx melanopische EDI, von der Leuchtstofflampe bis zur melanopisch optimierten LED. [Quelle] Dass das im Körper ankommt, zeigten Jan Souman und Kollegen 2018 in Eindhoven: Bei gleichen 175 lx und gleicher Farbtemperatur sank das abendliche Melatonin um fast 50 % oder gar nicht, je nach Energie zwischen 450 und 500 nm. [Quelle]
Jaroslav Lachký vergleicht die Luxzahl mit einem Bissen vom Kern einer Avocado, nach dem jemand glaubt, die ganze Frucht zu kennen: „Genau das tun wir, wenn wir Sonnenlicht mit einer einzigen Zahl in Lux beschreiben.“
Wie rechnet man Lux in melanopische EDI um?
Sie multiplizieren die Lux am Auge mit dem melanopischen DER der Lichtquelle. DER steht für daylight efficacy ratio: Er gibt an, wie viel melanopische Wirkung eine Lichtquelle pro Lux liefert, verglichen mit Tageslicht D65, das per Definition den Wert 1 hat. [Quelle]
Der DER ist ein Wechselkurs: Tageslicht tauscht Lux 1 zu 1, eine Glühlampe etwa 2 zu 1, rotes Licht fast gar nicht. Bei Mischlicht aus Fenster, Lampe und Bildschirm rechnen Sie aus dem Spektrum: jede Wellenlänge mit der melanopischen Kurve gewichten und die melanopische Bestrahlungsstärke in mW/m² durch 1,3262 mW/lm teilen. [Quelle] Das erledigt die frei zugängliche α-opische Toolbox der CIE. [Quelle] Mit einem Standard-LED-Spektrum statt des gemessenen unterschätzte die Rechnung beim Smartphone die melanopische EDI um fast 30 %. [Quelle]
Welche melanopische EDI liefern Tageslicht, Lampen und Bildschirme?
Tageslicht hat pro Lux den höchsten melanopischen Anteil, die Glühlampe etwa die Hälfte, schmalbandiges rotes Licht fast nichts.
* Eigene Berechnung mit den Daten der CIE-Toolbox (Normlichtart A; Planck’scher Strahler mit 1.800 K; Rot: Maximum 630 nm, 20 nm Halbwertsbreite); für D65, Leuchtstofflampe und LED mit 4.100 K ergibt sie die Werte oben. [Quelle]
Bei Rot zählt das gemessene Spektrum: Schon 1 % blaues Licht hebt den DER rechnerisch auf rund 0,02, gut das Zehnfache. [Quelle] Eine Farbtemperatur in Kelvin hat rotes Licht nicht, sie ist eine Größe für weißes Licht. Auch bei Weiß verrät die Kelvinzahl den DER nur ungefähr: Handelsübliche LEDs lagen bei 6.500 K typischerweise rund 25 % unter Tageslicht [Quelle], gezielt gemischte LEDs erreichen schon bei 4.000 K bis zu 1,4. [Quelle]
Wie viel melanopische EDI bekommen wir im Alltag?
Zu wenig am Tag und zu viel am Abend: Unser Lichtalltag steht auf dem Kopf. Draußen entspricht die melanopische EDI an einem klaren Tag fast der Beleuchtungsstärke. [Quelle] Drinnen liegt das Licht meist mindestens eine Größenordnung darunter; im Büro mit den vorgeschriebenen 500 lx auf dem Schreibtisch kommen am Auge typischerweise weniger als 200 lx melanopische EDI an. [Quelle] In Luzern trugen 29 junge Erwachsene im Herbst fünf Tage lang einen Lichtlogger am Auge: Median 51 lx, über 250 lx nur in 14 % der Tragezeit, obwohl draußen durchgehend mehr als 250 lx verfügbar waren. [Quelle]
Abends ist es umgekehrt. Sean Cain und Kollegen (Monash University) maßen in 59 Wohnungen in Melbourne in den drei Stunden vor dem Schlafengehen im Mittel 3,9 bis 77,4 lx melanopische EDI; fast die Hälfte war hell genug, um Melatonin nach Laborkurven um 50 % zu unterdrücken. Beim Sonnenuntergang fiel das Tageslicht in nur 22 Minuten von 181 auf 3,1 lx, die Spanne, in der Licht das Melatonin je nach Mensch halbiert; das Licht der Wohnungen blieb den ganzen Abend darin. [Quelle]
Was zeigt die Forschung zur melanopischen EDI?
Die melanopische EDI sagt die Reaktion der inneren Uhr auf Licht besser voraus als jede andere einzelne Lichtgröße. Das zeigten Timothy Brown (University of Manchester) mit 19 Laborstudien [Quelle] und Marina Giménez (Universität Groningen) mit Daten aus 29 Publikationen; nur bei schwachem Licht unter 21 lx Beleuchtungsstärke traf die Größe der blauempfindlichen Zapfen noch besser. [Quelle]
Die Studien arbeiteten mit eigenen Lichtquellen und Parametern; sie beschreiben die Forschung, nicht die Anwendung unserer Geräte.
Bei Mariana Figueiro und Mark Rea (Rensselaer Polytechnic Institute) senkte von je 40 lx am Auge nur das blaue Licht das nächtliche Melatonin, auf das Cortisol wirkten beide Farben. [Quelle] Umgerechnet waren das rund 370 gegenüber rund 0,1 lx melanopischer EDI (eigene Berechnung). [Quelle] Für Melanopsin ist Rot fast unsichtbar, für den Körper bleibt es eine Information.
Wie stark ein Mensch reagiert, ist individuell: Zwischen der empfindlichsten und der unempfindlichsten von 42 Personen lag ein mehr als 50-facher Unterschied. [Quelle] Für uns ist das ein Grund, abends konsequent zu sein.
Welche Richtwerte gelten für Tag, Abend und Nacht?
Mindestens 250 lx am Tag, höchstens 10 lx ab drei Stunden vor dem Schlafen und höchstens 1 lx in der Nacht, jeweils melanopische EDI am Auge. So lautet der Konsens einer internationalen Expertengruppe um Timothy Brown (2022); tagsüber soll zuerst Tageslicht dafür sorgen, und wer nachts etwas sehen muss, sollte unter 10 lx bleiben. [Quelle] DIN/TS 67600 setzt den Zielwert für die MEDI ebenfalls auf 250 lx. [Quelle]
Rechte Spalten: entsprechende Lux am Auge, umgerechnet mit den DER-Werten von oben.
Warmweiße LEDs mit einem DER unter 0,35 bleiben bei rund 30 lx am Auge unter dem Abendwert. [Quelle] Die Werte gelten für gesunde Erwachsene von 18 bis 55 Jahren; Kinder profitieren womöglich von weniger Abendlicht, Ältere von mehr Tageslicht. [Quelle] Mehr Licht am Tag kann zudem die Folgen von Abendlicht abschwächen. [Quelle]
Wie messen Sie die melanopische EDI richtig?
Mit einem Spektrometer in Augenhöhe, senkrecht in Blickrichtung, im Sitzen etwa 1,2 m über dem Boden; ein Luxmeter genügt nur bei einer einzigen, bekannten Lichtart. [Quelle] Wer wissen will, wie laut ein Konzert ist, misst am Ohr, nicht an der Hallendecke. Messen Sie deshalb dort, wo das Licht ins Auge fällt, zu verschiedenen Tageszeiten. Tragbare Lichtlogger unterscheiden sich deutlich in ihrer Genauigkeit, und am Handgelenk kann das Licht stark von dem am Auge abweichen. [Quelle]
Warum zählt für Ihre Mitochondrien mehr als die melanopische EDI?
Weil die melanopische EDI nur das Zeitsignal der Netzhaut misst; das Nahinfrarot der Sonne, das bis in Gewebe und Mitochondrien dringt, zählt sie nicht. CIE S 026 gilt für 380 bis 780 nm und bezieht sich ausschließlich auf die Lichtaufnahme der Netzhaut. [Quelle]
Nach Dun-Xian Tan und Russel Reiter (UT Health San Antonio) sind mehr als 70 % der Photonen, die mit dem Sonnenlicht auf den Körper treffen, Nahinfrarot-Photonen; dieses Licht dringt bis in Muskeln und sogar Knochen. Sie diskutieren, ob Nahinfrarotlicht über die Cytochrom-c-Oxidase (CCO) die Melatoninbildung direkt in den Mitochondrien anregt: Melatonin, das in seiner Zelle bliebe und sie vor oxidativem Stress schützte, ohne das nächtliche Signal der Zirbeldrüse zu stören. [Quelle] In den Mitochondrien ist Melatonin ohnehin höher konzentriert als in allen anderen Bereichen der Zelle. [Quelle] Mehr unter Melatonin.
Die Sonne liefert beides zugleich, eine gewöhnliche weiße LED nur die melanopische EDI. Jaroslav Lachký: „Melanopsin ist im blau-türkisen Bereich hoch empfindlich, aber der Fehler der modernen Diskussion ist, dass man aus ihm das einzige Photometer macht. Der natürliche Tag ist keine monochromatische blaue LED.“ Darum gilt für uns tagsüber: Tageslicht zuerst, wie es auch der Expertenkonsens empfiehlt. [Quelle] Luc Schlangen (TU Eindhoven) und Luke Price (Public Health England) nennen Tageslicht eine ausgezeichnete, natürliche und energieeffiziente Quelle melanopisch reichen Lichts. [Quelle]
So setzen Mitochondriaks das um
Viel melanopische EDI am Tag, kaum welche am Abend, Dunkelheit in der Nacht: Mitochondriaks holen sich ihr Licht draußen und wechseln nach Sonnenuntergang auf Rot.
- Morgens raus: in den ersten 30 Minuten nach dem Aufstehen 10 bis 20 Minuten ins Tageslicht, auch bei Wolken, ohne Sonnenbrille.
- Tagsüber ans Fenster: Pausen draußen; drinnen lieber eine Glühlampe mit Infrarot im Spektrum als kaltweiße LEDs (Glühlampe vs. LED).
- Abends unter 10 lx: weißes Deckenlicht aus, rotes Licht sparsam und indirekt. Auch das Bundesamt für Strahlenschutz rät für abends genutzte Wohnräume zu Licht mit geringerem Blauanteil. [Quelle]
- Bildschirm: Farbfilter senken seinen melanopischen Anteil nur um etwa die Hälfte. [Quelle] Stellen Sie ihn dunkler und tragen Sie eine Brille mit roten Gläsern (Blaulichtfilter-Brillen am Abend); der Nachtmodus ist nur eine Teillösung.
- Nachts unter 1 lx: verdunkeln, Standby-Lämpchen abkleben, für Wege ein schwaches rotes Licht in Bodennähe.
Mitochondriak®-Produkte sind keine Medizinprodukte (Hinweis zum Charakter unserer Produkte).
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Das Rote Nachtlicht Mitochondriak® mit Bewegungssensor enthält laut Messung mit einem UPRtek-Spektrometer kein blaues Licht. Sein Bewegungssensor erfasst bis 5 m bei 120° und schaltet das Licht nach etwa 20 Sekunden ohne Bewegung wieder aus; Akku, Magnet und Klebefläche sind dabei.
Rotes Nachtlicht Mitochondriak® mit Bewegungssensor entdeckenVerwandte Begriffe
- Melanopsin – Lichtsensor der Netzhaut, dessen Empfindlichkeit die melanopische EDI abbildet.
- Blaues Licht – kurzwelliges Licht, das Melanopsin am stärksten anspricht.
- Zirkadianer Rhythmus – innere Uhr, die das Licht am Auge täglich stellt.
- Melatonin – Hormon der Nacht und Molekül der Mitochondrien.
- ALAN (Artificial Light at Night) – künstliches Licht in der biologischen Nacht.
- Chronotyp – Ihre persönliche Lage im Tag-Nacht-Rhythmus.
- Wellenlänge – entscheidet, wie stark ein Lux Melanopsin anspricht.
- Nahinfrarotlicht (NIR) – unsichtbarer Teil des Sonnenlichts, den die melanopische EDI nicht zählt.
- Mitochondrien – Kraftwerke der Zelle, deren Atmung einem Tag-Nacht-Rhythmus folgt.
- Cytochrom-c-Oxidase (CCO) – Enzym der Atmungskette, das rotes und nahinfrarotes Licht aufnimmt.
Häufige Fragen zur melanopischen EDI
Was ist die melanopische EDI einfach erklärt?
Die melanopische EDI ist die Luxzahl Ihrer inneren Uhr. Sie gibt an, wie viel Tageslicht Melanopsin im Auge genauso stark anregen würde wie das gemessene Licht. Lux beschreiben, wie hell Licht beim Sehen wirkt; die melanopische EDI gewichtet jede Wellenlänge danach, wie stark sie Melanopsin anspricht. Tagsüber sind hohe Werte gut, abends niedrige.
Sind „melanopische Lux“ dasselbe wie die melanopische EDI?
Oft ist dasselbe gemeint, korrekt nach Norm ist „melanopische EDI“. In älteren Studien und Datenblättern steht „melanopische Lux“ häufig für die nicht genormte Größe EML, die sich auf energiegleiches Licht statt auf Tageslicht bezieht und rund 10 % höher liegt. Mit dem Faktor 0,9058 rechnen Sie EML in die melanopische EDI nach CIE S 026 um. [Quelle]
Wie rechne ich Lux in melanopische EDI um?
Multiplizieren Sie die Lux am Auge mit dem melanopischen DER der Lichtquelle. Tageslicht hat den DER 1, eine Glühlampe etwa 0,5, eine LED mit 4.100 K etwa 0,63: 100 lx dieser LED ergeben also rund 63 lx melanopische EDI. Das gilt nur für eine einzige Lichtart; bei Mischlicht aus Fenster, Lampe und Bildschirm brauchen Sie das gemessene Spektrum.
Wie viel melanopische EDI hat rotes Licht?
Schmalbandiges rotes Licht um 630 nm liefert rechnerisch nur etwa 0,2 lx pro 100 lx. Das ist rund ein Fünfhundertstel von Tageslicht gleicher Helligkeit, darum ist Rot unser Abendlicht. Entscheidend ist das gemessene Spektrum: Schon 1 % Blau hebt den Wert auf gut das Zehnfache. Auch Rot bleibt eine Information für den Körper; setzen Sie es nachts sparsam und indirekt ein.
Wie hell darf Licht am Abend sein?
Für höchstens 10 lx melanopische EDI sind es etwa 20 lx am Auge bei einer Glühlampe und rund 30 lx bei einer warmweißen LED mit einem DER unter 0,35. Maßgeblich ist das Licht, das senkrecht ins Auge fällt, nicht die Helligkeit auf dem Tisch. Tief stehende Lampen und ein ausgeschaltetes Deckenlicht helfen; den größten Spielraum gibt rotes Licht.
Reicht ein Luxmeter oder eine App zum Messen?
Ein Luxmeter reicht nur bei einer einzigen, bekannten Lichtart: Messen Sie senkrecht am Auge und multiplizieren Sie mit dem DER. Bei Mischlicht brauchen Sie ein Spektrometer oder das Spektrum in der CIE-Toolbox. Eine App ohne Spektralmessung kann die melanopische EDI nur schätzen, und Lichtlogger am Handgelenk weichen vom Licht am Auge teils deutlich ab.
Gelten die Richtwerte auch für Kinder und ältere Menschen?
Abgeleitet sind sie für gesunde Erwachsene von 18 bis 55 Jahren. Mit dem Alter lässt die Linse weniger Licht durch, die wirksame Lichtmenge kann um etwa die Hälfte sinken. [Quelle] Die Expertengruppe hält es deshalb für möglich, dass Ältere von mehr Tageslicht und Kinder von weniger Abendlicht profitieren. Für Schichtarbeit gibt es kein einheitliches Rezept.
Was Sie sich merken sollten
- Die melanopische EDI ist die Luxzahl Ihrer inneren Uhr: Lux am Auge mal DER.
- Die Lichtquelle entscheidet: Tageslicht hat den DER 1, die Glühlampe etwa 0,5, schmalbandiges Rot etwa 0,002.
- Die Richtwerte: mindestens 250 lx am Tag, höchstens 10 lx am Abend, höchstens 1 lx in der Nacht.
- Ein Kompass, nicht das ganze Licht: Nahinfrarot zählt sie nicht; tagsüber gilt: Sonne zuerst.
Wie Sie Ihren Tag-Nacht-Rhythmus im Alltag stärken, lesen Sie im Beitrag Zirkadianer Rhythmus: So funktioniert unsere innere Uhr.